TRAVEL STORY AUSTRALIEN

Wie ich bereits auf der About me page angeteased habe, war ich 2016 für gut ein halbes Jahr in Australien. Dieses halbe Jahr hat mir viel über mich gezeigt und dient auch vier Jahre später noch als Inspirationsquelle. Ich gebe euch nun einen kleinen Einblick in ein paar Momente, die äußerst prägnant in meinem Gedächtnis geblieben sind.

Ca. eine Woche nachdem ich in Australien ankam, bin ich von Darwin über Alice Springs nach Cairns geflogen um meine Reise entlang der Ostküste zu beginnen. Mein Start in Cairns war allerdings mäßig. Eine Woche zuvor war ich noch auf Bali und habe dort leider meine Kreditkarte verloren. Mein in Australien eingerichtetes Konto war zwar seit zwei Tagen startklar, allerdings war das Geld aufgrund der langen Bearbeitungszeit der deutschen Bank noch nicht angekommen.

Long story short: ich hatte in der ersten Nacht in Cairns nicht mehr genug Geld für ein Hostel und musste mir die Nacht um die Ohren schlagen, da das Geld am nächsten morgen erst auf meinem Konto sein sollte. Schwer bepackt mit einem großen Backpack und einem kleinen Rucksack sowie diversen Tüten lief ich dann also verzweifelt durch Cairns. Für Aussenstehende sah ich vermutlich aus wie ein Obdachloser.

Es dauerte nicht lange und ich wurde von einem älteren Herren, der auf mich wirkte wie ein Obdachloser, angesprochen. Der Grund aus dem er auf mich zukam war allerdings nicht, dass er Geld von mir wollte. Er stellte sich als „King of the Daintree rainforest“ vor. Wir haben gut eine halbe Stunde gesprochen. In dieser halben Stunde hat er mir dann auch gesagt, dass er mich angesprochen hat weil ich traurig und fertig aussah. Dieses Gespräch hat mich unfassbar positiv gestimmt. Ein Mann, der selbst nicht viel zum Leben hat und trotzdem so eine positive Energie ausstrahlt, voller Nächstenliebe ist und anderen Menschen hilft.

Das zweite prägende Erlebnis war nur wenige Tage später. Da ich zunächst keinen bezahlten Job in Australien fand, beschloss ich zunächst einmal als Volunteer in einem Reservat für Kangaroos und Wallabys zu arbeiten. Nicht nur weil ich dort für meine Arbeit „kostenlos“ wohnen und essen durfte, sondern in erster Linie weil ich immer schon einmal etwas ehrenamtliches mit Tieren machen wollte. Ich habe knapp 10 Tage in dem Reservat gearbeitet.

Diese 10 Tage waren unfassbar lang und anstrengend, aber auch wahnsinnig schön und inspierierend. Ich habe die Tiere gefüttert, mit ihnen gespielt und ihre ökologischen „Abfallprodukte“ entsorgt. Manche der Kangaroos haben auch eher mit mir gespielt, als ich mit ihnen. Ein männliches Exemplar, was ungefähr in meiner Größe war, hat mich beispielsweise des Öfteren mal getreten. Wahrscheinlich war er eifersüchtig, weil die junge Princess (süßestes Wallaby überhaupt) so viel Zeit mit mir verbracht hat.

Princess war noch ganz klein und wurde kürzlich erst von Daryl (ihm gehört das Reservat) gerettet. Da die Mutter von Princess leider gestorben ist, wurde Princess mit der Flasche – meistens von mir – gefüttert. Während ich sie mit der Flasche fütterte hielt ich sie in einem Stoffbeutel, der im Prinzip den Beutel der Mutter imitierte. Ich bin jetzt noch ultra glücklich, wenn ich daran zurück denke.

Princess

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